Der dunkelhäutige Mensch, offensichtlich ein großer Vaelune,

  • Der dunkelhäutige Mensch, offensichtlich ein großer Vaelune, horchte die Worte von dem Elfenmagier. Gerade spricht er von jenen, nach denen er sucht.

    "... und die Ehrlichkeit in die Haut geschrieben hat..." Der Mensch erinnert sich an eine Zeit, als er definitiv nicht ehrlich war. Früher hat er Köpfe gejagt, sein Schwert an den Meistbietenden verdingt und hätte nicht davor zurückgeschreckt, all jene hier in der Taverne in eine andere Existenzebene zu befördern, wenn es seiner Familie geholfen hätte. Doch heute, nun heute sieht es anders aus. Ehrlichkeit.

    "...hilft und unterstützt. Dem die Gesellschaft und die Geselligkeit etwas bedeutet. All die den Schutz suchen und auch bieten. Die unsere Ehre verteidigen, sich ..." Weiter musste er nicht zuhören. Die wichtigen Worte waren gefallen. Er dachte an das Motto seiner Familie "Ausbildung und Ausrüstung, Schutz und Familie, Sprache und Anführer - Familie ist mehr als Blut" Das war, wovon der Elf sprach. Man hat einen Anführer, den Elfen, welcher eine Vision hat. Man spricht eine Sprache, trotz der vielen verschiedenen Gesichter im Raum. Man ist eine Familie, nicht aus Blut, sondern aus Zielen und Gemeinsamkeiten, weil man sich gefunden hat. Man schützt und verteidigt sich, wie es nur eine Familie tut. Man kümmert sich um seine Ausrüstung und die der anderen, doch vor allem arbeitet man an ihr, um sie jeder Situation gerecht zu werden. Und das wichtigste, man lehrt und lernt. Nicht wie die Städter ihre Kinder in die Schule setzen und nichtiges Wissen lernen lassen, sondern wie man lebt und überlebt.

    Der Vaelune schaute seine Partnerin an seiner Seite an. Sie war gut einen Kopf kleiner als er und hatte im Vergleich zu seinem gelben Haar knallrotes Haar, fast, als wenn es in Flammen stünde. Sie spürte seinen Blick und schaute zu ihm hoch. Ein leichtes schieflegen des Kopfes und eine leicht hochgezogenen Braue reichten ihr, um seine Frage zu erkennen. Sie schloss kurz die Augen, um ihm ihre Zustimmung zu signalisieren. Ein unscheinbares Nicken seinerseits wiederum folgte. Und dann verließen sie die Taverne. Hier drin waren ihm zu viele Personen. Sie warteten vor der Taverne, er einen großen Humpen süßesten Met in der Hand und sie hatte ein kleines Glas lieblichen Traubenwein. Die beiden mussten sehr lange warten, doch schließlich trat das Ziel ihres Wartens heraus.

    "Verzeiht, Gildenmeister. Wenn ich Euch für einen Moment beanspruchen dürfte. Mein Name ist Naryc Taldin, Sohn des Dlanor und der Nurgud, vom Klan der Mando'ade und diese an meiner Seite ist mein Eheweib Lidara, Tochter des Tenkor und der Binsae aus der Familie Rodin. Wir haben drinnen Eure Rede gehört und sind gelockt von der Aussicht auf Erfolg Eures Bemühens. Mit Eurer Erlaubnis würden wir unser Schwert und unseren Bogen in die Reihen von Autumn Leaf eingliedern."

  • Ich trat, leicht wankend, durch die Tür und sog gierig die frische, kalte Nachtluft ein. Die Tür schloss sich hinter mit und das Stimmengewirr drang nur noch gedämpft aus der Taverne.


    "Verzeiht, Gildenmeister. Wenn ich Euch für einen Moment beanspruchen dürfte. Mein Name ist Naryc Taldin, Sohn des Dlanor und der Nurgud, vom Klan der Mando'ade und diese an meiner Seite ist mein Eheweib Lidara, Tochter des Tenkor und der Binsae aus der Familie Rodin. Wir haben drinnen Eure Rede gehört und sind gelockt von der Aussicht auf Erfolg Eures Bemühens. Mit Eurer Erlaubnis würden wir unser Schwert und unseren Bogen in die Reihen von Autumn Leaf eingliedern."

    Verwundert drehte ich mich um und musterte mein gegenüber. Eine junge Frau mit feurig rotem Haar und ein Mann, blond wie das Getreide aus meinem Heimatdorf, standen mir gegenüber.


    „Seid gegrüßt junges Paar, verzeiht wenn ich euch anstarrte. Doch ihr erinnert mich stark an Freunde aus meiner Jugend. Flammend rotes Haar sieht man nur noch selten. Lidara aus dem Hause Rodins und Naryc Taldin aus dem Klan der Mando'ade, über eure Unterstützung mit Schwert und Bogen würden wir uns freuen. Doch muss ich euch auch warnen, trotz all der Verbündeten und Unterstützer treffen wir immer wieder auf unsere Widersacher. Sabotage, Überfälle und Mordanschläge werden auf uns verübt. Die Nächte sind kurz und die Tage sind lang. Und trotzdem gibt es keinen in unseren Reihen der an uns zweifelt. Der Weg liegt vor uns und wir werden ihn gehen. Die Steine, die uns unsere Feinde in den Weg legen, sind die Mauern unserer Festung und deren Blut ist unser Mörtel. Wenn die Ahornblätter von den Winden aufgewirbelt werden und unsere Stadtmauern von den Herbstblättern in sanftem Rot und Orange erstrahlen. Werden wir an der Mauer stehen, Schulter an Schulter, Stab an Stab, Schwert an Schwert, Boden an Bogen. Jede Rasse ob klein, grün, mit Spitzen Ohren oder langen Nasen wird bei uns sein. Am höchsten Punkt der Metropole werden wir die ersten Sonnenstrahlen unserer neuen Welt sehen und wissen, dass es die Mühe wert war. Solltet ihr uns in jede Schlacht, sei sie noch aussichtslos, folgen wollt, dann nehmt dieses Wappen und tragt es mit Stolz. Tragt unsere Worte in die Lande, verbreitet den Namen Autumn Leaf. Damit am Schluss der Wind selbst unseren Namen kennt.“